Vor dem Stahl kam der Gambeson. Dieser gesteppte, gepolsterte Mantel war eines der gebräuchlichsten Rüstungsteile im mittelalterlichen Europa – er wurde von vielen Soldaten als eigenständiger Schutz getragen und von Rittern unter Ketten- oder Plattenpanzern. Hier erfahren Sie, was es damit auf sich hatte, was die verschiedenen Bezeichnungen bedeuten und wie man Mäntel im Gambeson-Stil heute trägt.
Kurz gefasst
- Ein Gambeson ist ein Mantel aus mehreren Lagen Stoff, die miteinander versteppt sind.
- Er diente als eigenständiger Rüstungsschutz und als Polsterung unter schwererer Rüstung.
- Aketon und Waffenwams sind enge Verwandte mit leicht unterschiedlichen Funktionen.
- Heute sind Mäntel im Gambeson-Stil beliebte Kostüme für Ritter, Wachen und Soldaten.
Was ein Gambeson war
Ein Gambeson wurde aus vielen Lagen Leinen oder Wolle gefertigt, manchmal mit einer Füllung, und in Linien durchgesteppt, damit die Polsterung nicht verrutschen konnte. Die Steppung verlieh ihm sein typisches geripptes Aussehen. Dicker Stoff hält erstaunlich gut Schnitte ab und absorbiert Schläge; da ein Gambeson zudem weitaus günstiger als Metall war, trugen ihn Fußsoldaten und Bogenschützen oft als ihre Hauptpanzerung. Ritter trugen diese gepolsterten Kleidungsstücke unter ihrem Ketten- oder Plattenpanzer, um Schläge abzufedern und zu verhindern, dass das Metall auf der Haut scheuerte.
Gambeson, Aketon oder Waffenwams?
- Gambeson: der allgemeine Begriff für einen gepolsterten, gesteppten Mantel, der oft als äußere Schicht getragen wurde.
- Aketon: meist die gepolsterte Schicht, die unter einem Kettenpanzer getragen wurde.
- Waffenwams: eine spätere, eng anliegende gepolsterte Jacke mit Schnüren zur Befestigung von Plattenrüstung.
Mittelalterliche Autoren verwendeten diese Begriffe nicht immer einheitlich, und Historiker diskutieren noch heute über die Details.

Unser Mantel im Gambeson-Stil
Der Gesteppte Polstermantel ist lang geschnitten im Stil eines Gambesons, mit Stehkragen und einreihiger Vorderseite. Er besteht zu 80 % aus Baumwolle und ist für Mittelaltermärkte, LARP und historische Outfits konzipiert. Die Größen reichen von S bis XXL (Brustumfang 121 bis 141 cm), bei einer Länge von etwa 94 bis 102 cm.
So trägt man ihn
- Soldat oder Wache: mit Gürtel in der Taille über Hose und Stiefeln, dazu ein Paar Armschienen.
- Ritter: unter dem doppellagigen Halbharnisch, mit Schulterpanzerung und einem Topfhelm unter dem Arm.
- Knappe: mit dem Rittergürtel mit Schwertgehänge und einer heraldischen Armschiene.
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Ein warmer Mantel: Planen Sie voraus
Wer in voller Montur kämpft, weiß: Es ist die Polsterschicht, nicht das Metall, die die Hitze staut. Ein gepolsterter Mantel ist wunderbar an einem kalten Herbsttag, aber anstrengend im Sommer. Tragen Sie an heißen Tagen nur ein leichtes Hemd darunter, öffnen Sie den Kragen zwischen Fotos und machen Sie Pausen im Schatten.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Gambeson eine Rüstung?
Historisch gesehen ja: Er war ein echter Schutz und oft die einzige Rüstung, die ein Soldat besaß. Unser Modell ist ein gesteppter Mantel im Gambeson-Stil, der für den Look und für Komfort auf Märkten gemacht ist.
Kann ich einen Mantel im Gambeson-Stil auf einem Sommermarkt tragen?
Das können Sie, aber er ist warm. Morgens und abends ist es am angenehmsten; zur Mittagszeit sollten Sie ihn ablegen und tragen.


